50–70 cm Bildschirmdistanz
Etwa eine Armlänge vom Gesicht entfernt — die Augenmuskeln arbeiten in ihrem komfortablen Bereich.
Etwa eine Armlänge vom Gesicht entfernt — die Augenmuskeln arbeiten in ihrem komfortablen Bereich.
Der leicht gesenkte Blick entspannt die Lider und verlangsamt das Verdunsten der Tränenflüssigkeit.
Indirektes Licht verhindert Blendkontrast und störende Reflexionen auf dem Bildschirm.
Betriebssystem-Skalierung auf angenehm lesbar stellen — kein Vorbeugen mehr zum Bildschirm.
Eine wärmere Farbdarstellung am Abend hilft dem visuellen System, zur Ruhe zu kommen.
Alle 20 Minuten 20 Sekunden auf etwas schauen, das etwa 6 Meter entfernt ist.
Matte Displays streuen das Licht und verhindern, dass das Auge ständig zwischen Bildebene und Reflexion wechselt.
Monitor und Umgebungslicht sollten ungefähr gleich hell sein. Ist der Bildschirm die einzige Lichtquelle, ist er zu hell.
Digitale Ergonomie befasst sich mit der Anpassung der Arbeitsbedingungen an die physiologischen Bedürfnisse des menschlichen Auges. Eine falsche Anordnung von Hardware oder unzureichende Beleuchtung kann schnell zu visueller Fatigue führen — einem Gefühl müder, trockener und überanstrengter Augen, das viele Bürobeschäftigte nach mehreren Stunden Bildschirmarbeit kennen.
Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie Ihren Monitor, Ihr Licht und Ihre Sitzposition so aufeinander abstimmen, dass Ihre Augen auch nach langen Arbeitstagen entspannt bleiben. Diese Maßnahmen sind für jeden Anfänger leicht umsetzbar und erfordern keine teure Spezialausrüstung.
Die folgenden Kapitel behandeln die acht wichtigsten Stellschrauben eines ergonomischen Bildschirmarbeitsplatzes — vom Monitorabstand über die Beleuchtung bis hin zur Pausenstruktur. Jede Empfehlung lässt sich in wenigen Minuten am eigenen Schreibtisch prüfen und anpassen.
Ein entscheidender Faktor für die Entlastung der Augen ist die Distanz zum Bildschirm. Idealerweise sollte der Monitor zwischen 50 und 70 cm von Ihrem Gesicht entfernt stehen — das entspricht etwa einer Armlänge. Ist der Bildschirm zu nah, müssen die Augenmuskeln sich stark anstrengen, um das Bild scharf zu stellen. Steht er zu weit weg, werden Details schwer erkennbar, was ebenfalls zu Anstrengung führt. Die richtige Distanz verringert die Naharbeit-Anspannung und hilft, müde Eyes über den Arbeitstag hinweg zu vermeiden.
Die Positionierung in der vertikalen Achse ist ebenso wichtig wie der Abstand. Die oberste Zeile auf dem Bildschirm sollte sich leicht unterhalb der Augenhöhe befinden. Dies führt dazu, dass der Blick leicht gesenkt wird, was die Augenlider entspannt und die exponierte Fläche des Auges verringert. So wird das Auge weniger schnell trocken, da die Tränenflüssigkeit langsamer verdunstet. Diese Position unterstützt den natürlichen Lidschlag und hilft, den Tränenfilm über den Arbeitstag stabil zu halten.
Indirektes Licht ist der beste Freund Ihrer Augen. Vermeiden Sie es, den Monitor direkt vor einem hellen Fenster zu platzieren, da der Kontrast zwischen hellem Außenlicht und dem Bildschirm das Auge stresst. Genauso problematisch sind Fenster im Rücken, da sie Spiegelungen auf der Monitoroberfläche erzeugen. Positionieren Sie Ihren Schreibtisch idealerweise seitlich zum Fenster und nutzen Sie blendfreie Lampen für die Abendstunden. Eine gute Innenraumbeluchtung reduziert den Kontrast zwischen Bildschirm und Umgebung und entlastet die Augenmuskulatur.
Oft wird vergessen, dass auch die Software-Einstellungen zur Ergonomie beitragen. Eine zu kleine Schriftart zwingt Sie dazu, sich nach vorne zu beugen, was die Haltung verschlechtert und die Augen anstrengt. Nutzen Sie die Skalierungsfunktionen Ihres Betriebssystems, um Texte angenehm lesbar zu machen. Ein hoher Kontrast — schwarze Schrift auf weißem oder leicht grauem Grund — ist für das menschliche Auge am leichtesten zu verarbeiten. Eine angemessene Lesegröße reduziert auch die Neigung, ausstressbedingt die Augen zusammenzukneifen.
Moderne Betriebssysteme bieten integrierte Nachtmodi oder Blaulichtfilter an. Diese reduzieren den Anteil des hochenergetischen kurzwelligen Lichts, besonders in den Abendstunden. Während der Nutzen während des Tages diskutiert wird, hilft eine wärmere Farbdarstellung am Abend nachweislich dabei, das visuelle System zur Ruhe kommen zu lassen. Probieren Sie aus, welche Farbtemperatur Sie als am angenehmsten empfinden.
Besonders beim abendlichen Smartphone-Gebrauch wirkt sich eine wärmere Darstellung positiv auf das visuelle Wohlbefinden aus. Die Gewohnheit, vor dem Schlafengehen noch längere Zeit auf eine helle, kalt leuchtende Bildschirmfläche zu schauen, gehört zu den verbreitetsten Blaulicht-Gewohnheiten, die den Augen zusetzen. Ein zeitlich gesteuerter Nachtmodi kann hier eine spürbare Erleichterung schaffen, ohne dass Sie auf das Gerät verzichten müssen.
Ergonomie endet nicht bei der Hardware. Die zeitliche Gestaltung der Arbeit ist ein integraler Bestandteil. Kurze, häufige Pausen sind effektiver als eine lange Pause nach mehreren Stunden. Nutzen Sie ergonomische Software-Tools, die Sie in regelmäßigen Abständen daran erinnern, den Blick vom Monitor abzuwenden und sich zu dehnen. Die 20-20-20-Regel ist hier der bekannteste Anker: Alle 20 Minuten den Blick für 20 Sekunden auf etwas in etwa 6 Meter Entfernung richten. Diese Lese-Pausen helfen den Augenmuskeln, die Naharbeit-Anspannung abzubauen und den Tränenfilm neu zu verteilen.
Achten Sie beim Kauf von Monitoren oder Laptops auf matte Displays. Glänzende Bildschirme mögen zwar farbintensiv wirken, sie reflektieren jedoch jede Lichtquelle in der Umgebung. Diese Reflexionen führen dazu, dass das Auge ständig zwischen der Bildebene und der Reflexionsebene hin- und herschaltet, was extreme Ermüdung verursacht. Matte Oberflächen streuen das Licht und sorgen für ein ruhigeres Bild, das auch über lange Arbeitsphasen weniger anstrengend ist.
Jeder Körper ist anders, daher gibt es keine universelle Einstellung, die für alle perfekt ist. Experimentieren Sie mit der Neigung Ihres Monitors und der Helligkeit. Ein guter Richtwert ist, dass die Helligkeit des Bildschirms in etwa der Helligkeit der Umgebung entsprechen sollte. Ist der Monitor die einzige Lichtquelle im Raum, ist er definitiv zu hell eingestellt. Nehmen Sie sich einmal pro Woche fünf Minuten Zeit, um Haltung, Abstand und Helligkeit neu zu beurteilen — kleine Korrekturen reichen oft aus, um den Komfort über den gesamten Arbeitstag zu erhalten.
Gehen Sie diese Punkte nacheinander durch. Die meisten lassen sich in weniger als einer Minute am eigenen Arbeitsplatz prüfen.
Laptop auf dem Tisch, Kopf nach unten geneigt.
Laptop auf eine Unterlage heben, separate Tastatur und Maus anschließen.
Büro ohne Fenster, nur Deckenbeleuchtung.
Zusätzliche Schreibtischlampe mit indirektem Licht ergänzen, nicht auf den Monitor richten.
Vergessen, Pausen zu machen, stundenlang durchgearbeitet.
Erinnerungs-Tool installieren, das alle 20 Minuten eine kurze Blickpause vorschlägt.
Abends noch lange auf dem Smartphone, Auge fühlt sich trocken an.
Nachtmodus zeitgesteuert aktivieren, Display-Helligkeit senken, bewusst häufiger blinzeln.
Monitor ist heller als die Umgebung, Augen brennen nach Feierabend.
Helligkeit an das Raumlicht angleichen oder eine kleine Lampe hinzustellen.
Die Anpassung des Bildschirmarbeitsplatzes ist ein wesentlicher Baustein für mehr Sehkomfort — ergänzt durch tägliche Routinen und eine ausgewogene Nährstoffzufuhr. Wenn Sie die hier beschriebenen Einstellungen vorgenommen haben, sind die täglichen Routinen ein sinnvoller nächster Schritt. Dort finden Sie die 20-20-20-Regel im Kontext weiterer Übungen sowie Hinweise zur Rolle von Lutein, Zeaxanthin und Omega-3 für das visuelle Wohlbefinden.
Bei Fragen zur Umsetzung am konkreten Arbeitsplatz beraten wir Sie gerne persönlich.Unsere educational booklets zur Bildschirmergonomie können Sie per Nachnahme bestellen — Versand innerhalb Deutschlands ist inklusive, in die EU zum Festpreis.
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